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Das Palladium
Das Palladium gilt als eine der Geburtsstätten des Mambo New York Style der auch Mambo Palladium Style genannt wird. Auf Grund seiner legendären Stellung unter den verschiedenen Tanztempeln dieser Zeit existieren noch heute Interviews über die latin dance nights des Palladium. Nachfolgend werden einige Aussagen von Zeitzeugen zitiert. Diese stellen sicherlich keine objektive Quelle dar, doch sind sie durch ihre Aussagekraft aus erster Hand, historisch gesehen, unersetzlich in ihrem Wert. Die folgende Äußerung stammt aus einem Interview aus dem Film ‚Machito: a Latin Jazz Legacy‘ und wird in dem Artikel von Waxer (1994) zitiert.
The legendary Palladium, located around the corner from Birdland and La Conga on 53rd Street, was an ailing Arthur Murray-type dance studio spezializing in fox-trot and tango when promoter Federico Pagani, along with Machito and Bauzá, approached the owners with a proposal to present Latin dance music matinées every Sunday; for this event the venue was to be renamed the Blen-Blen Club, after a composition of Chano Pozo. Initially, the owners hesitated; in an era of strong anti-black sentiment, they feared too many African Americans would show up and start fighting. Pagani scoffed at this attitude, telling the owners, ’You want the green? [money] - you want the black,’ and they complained no further. (Carlos Ortiz, 1987; zit. in Waxer, 1994, 158)
Das legendäre Palladium lag in unmittelbarer Nähe des Birdland und La Conga auf der 53sten Straße. Es war ein kränkelndes Tanzstudio der Arthur Murray Kette spezialisiert auf Foxtrott und Tango, als der Promoter Federico Pagani zusammen mit Machito und Bauzá auf die Besitzer zugingen und den Vorschlag unterbreiteten, jeden Sonntag lateinamerikanische Tanz- und Musikmatinees durchzuführen. Für diese Veranstaltungen wurde die Lokalität 'Blen-Blen-Club' genannt, nach einer Komposition von Chano Pozo. Anfangs zögerten die Besitzer, da sie befürchteten, dass in einer Gegend mit großer Schwarzenfeindlichkeit viele Afro-Amerikaner auftauchen würden und Streitigkeiten anfingen. Pagani äußerte sich über diese Einstellung verächtlich und sagte zu den Besitzern: ‚Ihr wollt das Grüne? (Geld) - Dann wollt ihr die Schwarzen‘, und sie beklagten sich nicht weiter.
So willigten die Betreiber des Palladium ein und es folgte die erste Sonntagsmatinee. In Anbetracht des überwältigenden Erfolges waren die anfänglichen Bedenken bald verschwunden. Auch über die ersten sonntäglichen Matinees gibt es einen Bericht eines Zeitzeugen, der hier aus Rondóns Werk (1980) wiedergegeben wird.
Se dio la primera matiné y el éxito des bordó todos los cálculos, el Palladium nuevamente se veía abarrotado en su capacidad máxima. Por primera vez las orquestas latinas actuaban como estrellas, no como el incómodo relleno al que las habían reducido los promotores americanos de la época. Ya no había que disimular la música, los bailadores entendían perfectamente bien los trucos y secretos del auténtico baile caribe y los músicos, por fin, podían soltarse a sus anchas. A las pocas semanas los promotores se dieron cuenta de la insuficiencia del matiné dominical, y decidieron extender la experiencia del Blen Blen Club a un nuevo baile semanal los miércoles por la noche. Y ander de que transcurriera un año ya el Palladium estaba exclusivamente consagrado a la música afrocubana. (Rondón, 1980, 3)
Es war die erste Matinee und ihr Erfolg übertraf alle Erwartungen. Das Palladium war wieder bis zu seiner maximalen Kapazität gefüllt. Zum ersten Mal traten lateinamerikanische Orchester als Stars auf und nicht als jene unehrenhaften Lückenfüller, zu denen sie von den US-amerikanischen Promotern dieser Zeit reduziert wurden. Jetzt mussten sie die Musik nicht verwässern, denn die Tänzer verstanden die Tricks und Geheimnisse von authentischen karibischen Tänzen sehr gut, und die Musiker konnten sich verwirklichen. Innerhalb weniger Wochen stellten die Promoter fest, dass die Sonntagsmatinee nicht ausreichte und entschieden, den ‘Blen-Blen Club‘ um einen zusätzlichen Tanzabend am Mittwoch zu erweitern. Bevor ein Jahr herum war, widmete sich das Palladium ausschließlich der afro-kubanischen Musik.
Bis in das Jahr 1964 - das Jahr der Prohibition, in welchem alkoholische Getränke in den Clubs verboten wurden - war der Club stets gut gefüllt und die 'Crème de la crème' der latin music Orchester sowie die besten Tänzer kamen Nacht für Nacht in das Palladium (Waxer, 1994, 158). Im Jahr 1966 musste das Palladium auf Grund der Prohibitionsgesetze und der damit verbundenen ausbleibenden Gäste für immer schließen.
Nach diesem kurzen Einblick in den Erfolg des Palladium stellt sich nun die Frage, auf welche Weise die Gäste der Tanztempel den Mambo erlernten.
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